Härtegrad – wolkenweich zum Versinken oder harte Schale?
ZULETZT Aktualisiert: 11. März 2025
Manche mögen es eher hart, andere lieber etwas weicher: Am Härtegrad von Matratzen spalten sich die Geister. Tatsächlich ist die Sache mit den Härtegraden gar nicht so eindeutig, wie sie sein könnte. Oder zumindest wird das Mysterium um die Liegehärte gern unnötig aufgebauscht. Denn am Ende ist es ganz einfach: Nicht dein Gewicht oder der schnell geschulte Matratzenberater im windigen Eckladen und dessen pompöse Messinstrumente entscheiden, was gut für dich ist. Beim Härtegrad kommt es ganz auf dein Wohlbefinden an.
Matratzen-Härtegrad: subjektives Empfinden oder objektiv messbar?
Es gibt eine offizielle Normung von Matratzen. Der Härtegrad von Matratzen unterliegt einer festgeschriebenen DIN-Norm. Insbesondere die DIN EN 1957 Norm hat universelle Gültigkeit – von Matratze bis Boxspringbett. Ausgenommen von dieser Bestimmung sind Wasserbetten, Luftmatratzen und Kinderbetten. Die Grundlage für die Bestimmung der Liegehärte ist ein Prüfverfahren, das funktionelle Eigenschaften und bestimmte Leistungskriterien von Matratzen untersucht.
Härtegrad-Angaben im Handel nach DIN-Norm?
Für die Auszeichnung der Matratzen-Härtegrade hat sich der Handel auf einen sehr großen Toleranzbereich um die DIN-Norm herum geeinigt. Herkömmlicher Kaltschaum darf einer produktionsbedingten Härte-Toleranzschwankung von enormen 40 % unterliegen. So sind die meisten Härtegrad-Angaben hinfällig. Es kann sein, dass du nach den Angaben auf Verpackung und Lieferschein eine mittelfeste Matratze im Härtegrad H3 bekommst, im Bett spürst du aber eine sehr weiche Matratze. Vor allem für überdurchschnittlich schwere Menschen besteht dadurch die Gefahr, eine zu weiche Matratze zu kaufen, die ihrem Körpergewicht nicht gerecht wird.
bett1.de bietet exakt reproduzierte Härtegrade
Der QXSchaum® für die BODYGUARD® Matratzen ist dafür gemacht, dass du auch wirklich bekommst, was du bestellst. Zusätzlich haben die bett1-Matratzen für Erwachsene auf jeder Seite einen unterschiedlichen Härtegrad. So kannst du zuhause in Ruhe ausprobieren, wie weich oder fest du liegen möchtest. Wir garantieren bei jeder BODYGUARD® Anti-Kartell-Matratze, dass der ausgelieferte Härtegrad den ausgeschriebenen Angaben entspricht.
Grundsätzlich lässt sich von Härtegradangaben weder auf die Haltbarkeit noch den Komfort einer Matratze schließen. Dabei wünschen sich Menschen, die eine Matratze kaufen möchten, gerade beim Liegegefühl Orientierung. Hilfreich zu wissen: Es kommt ganz allein auf dein Empfinden an. Wenn du dir unsicher bist, welcher Härtegrad der richtige für dich ist, lohnen sich 100 Nächte Probeschlafen auf einer BODYGUARD® Matratze mit zwei Härtegraden. Hier hast du genügend Zeit auszuprobieren, wie fest du wirklich schlafen willst.
Härtegrad H1/F1 – für Leichtgewichte, die es sehr weich mögen
Auf dem Matratzen-Härtegrad H1 (sehr weich) liegen Personen gut, die es besonders weich mögen. In eine so weiche Matratze sinkt der Körper tiefer ein. Sehr zierlich gebaute Menschen tendieren daher eher zum Härtegrad H1 als durchschnittliche gebaute. Eine gute Matratze sollte jedoch auch in dieser sehr weichen Liegehärte unterschiedliche Körpertypen ausreichend abstützen, die Wirbelsäule korrekt lagern und nicht zu schnell an Form verlieren.
Ab einem Körpergewicht über 60 kg können schlechter verarbeitete Matratzen mit Härtegrad H1 schneller an Form verlieren. Eine verformte Matratze stützt deinen Körper nicht mehr optimal. Zudem sind Matratzen im Härtegrad H1 eine Seltenheit. Wenn du extra weich liegen willst, kannst du eine Matratze im leichter erhältlichen und besser haltbaren Härtegrad H2 mit einem weichen Topper kombinieren.
Härtegrad H2/F2 – wolkenweich zum Versinken
Der Matratzen-Härtegrad H2 (weich) ist vor allem bei leichteren Personen beliebt. Die gängige Gewichtsempfehlung von 60 bis 80 kg für den weichen Härtegrad H2 ist allerdings eine reine Orientierung. Auf einer guten H2-Matratze liegen auch Menschen außerhalb dieser Gewichtsempfehlung ordentlich gestützt.
Härtegrad H3/F3 – Deutschland liegt mittelfest
Der Matratzen-Härtegrad 3 (mittelfest) ist der Lieblingshärtegrad der Deutschen. Deutschland schläft mittelfest. Eine Gewichtsempfehlung für den mittelfesten Härtegrad H3 liegt oft zwischen 80 bis 120 kg Körpergewicht. Allerdings liegen auch Menschen außerhalb dieser Gewichtsempfehlung auf ergonomisch effizienten Matratzen gut gebettet. Generell gilt: Nach unten hin kannst du die Gewichtsempfehlung beim Matratzen-Härtegrad ignorieren. Je schwerer ein Mensch hingegen ist, desto mehr muss die Matratze arbeiten.
Je höher das Gewicht, desto wichtiger eine gute Matratze. Solltest du 120 kg Körpergewicht überschreiten und feststellen, dass du auf dem mittelfesten Härtegrad nicht angenehm liegst, hast du bei den BODYGUARD® Matratzen den Vorteil, dass du durch einfaches Wenden der Matratze eine festere Liegehärte nutzen kannst.
Härtegrad H4/F4 – fest und sicher schlafen
Der Matratzen-Härtegrad H4 (fest) ist meistens die maximale Liegehärte. Die feste Variante ist allerdings nicht nur, wie häufig deklariert, für schwere Menschen zwischen 120 bis 150 kg geeignet. Auch durchschnittlich gewichtige bis leichte Menschen, die gerne etwas härter liegen, fühlen sich auf komfortablen Matratzen dieses Härtegrades rundum wohl und liegen ergonomisch gut. Die Liegehärte H4 gehört zur Top 3 der beliebtesten Härtegrade in deutschen Betten.
Härtegrad H5/F5 – weiche Schale, harter Kern
Der Matratzen-Härtegrad H5 (sehr fest) ist die am seltensten verkaufte Liegehärte in Deutschland. Eine Matratze in H5 wird besonders von schweren Menschen oder einfach von Menschen mit dem Bedürfnis nach einem sehr festen Liegegefühl bevorzugt.
Härtegrad, Ergonomie und Körpergewicht
Der Handel gibt oft genaue Empfehlungen, wenn es um die Wahl des Härtegrades von Matratzen geht. Diese Ratschläge können aber von Verkaufsgespräch zu Verkaufsgespräch, von Prospekt zu Prospekt abweichen. Oft wird das Körpergewicht in Zusammenhang mit den ergonomischen Eigenschaften der Matratzen gestellt. Ob eine Matratze fest oder weich ist, beeinflusst jedoch nicht die Ergonomie – zumindest nicht bei einer guten Matratze. Das optimale Einsink- und Abstützverhalten an den wichtigen Körperregionen muss unabhängig vom Härtegrad erhalten bleiben. Bei der Wahl der Matratzen-Liegehärte musst du dich also nicht zwanghaft an Gewichtsgrenzen orientieren.
Statt Körpergewicht beim Härtegrad wichtig
- Auf welche Körpergröße verteilt sich das Körpergewicht?
- Gibt es ausgeprägt schwere Körperpartien, die einer besonderen Unterstützung bedürfen?
Stauchhärte als Richtwert zur Härtegradfeststellung
Wie du dich auch entscheidest – ob für weich oder hart – eines solltest du noch wissen: Die Stauchhärte wird in Pascal (kPa) angegeben und besagt, wie hoch der Druck auf die Matratze sein muss, um sie 25 %, 40 % oder gar 65 % zusammenzudrücken. Ein höherer Wert der Stauchhärte bedeutet, dass die Matratze mehr Festigkeit bietet. Die Stauchhärte beschreibt also das Verhalten eines Schaums unter Belastung. Bei geringer Stauchhärte verringert sich auch die Fähigkeit, nach Belastung wieder in die ursprüngliche Form zurückzukehren. Auf diese Weise können störende Liegekuhlen entstehen, die die Ergonomie beeinträchtigen und den Liegekomfort stark mindern.
Woran erkenne ich den passenden Härtegrad?
Ist die Matratze zu instabil, kann es passieren, dass Körper und Wirbelsäule durchhängen. Unangenehme Verspannungen und Rückenschmerzen können die Folge sein. Die Wirbelsäule sollte in jeder Lage ihre natürliche Doppel-S-Krümmung beibehalten können. In beiden Schlafpositionen muss die richtige Matratze unterschiedlich schwere Körperstellen einsinken lassen und abstützen. Eine gute Matratze verhilft deinem Körper ganz automatisch in eine natürliche Position und sorgt dafür, dass Wirbelsäule und Bandscheiben ideal liegen. Das ermöglicht einen erholsamen und entspannten Schlaf. Lästige Rückenschmerzen und Verspannungen gehören mit solch einer Matratze nicht selten der Vergangenheit an.
Die Liegehärte ist eine individuelle Entscheidung
Die BODYGUARD® Matratzen vereinfachen die quälende Suche nach dem optimalen Härtegrad. Alle BODYGUARD® Matratzen haben zwei Liegehärten in einer Matratze.
Die BODYGUARD® Anti-Kartell-Matratze mit den Härtegraden mittelfest und fester bietet dir auf der dunklen Schaumseite einen mittelfesten Härtegrad und auf der hellen einen festeren Liegekomfort. Durch einfaches Wenden der Matratze kannst du bestimmen, wie du liegen möchtest. Du hast die Wahl! Liegst du gerne noch weicher, passt die BODYGUARD® Anti-Kartell-Matratze Weich auf deine Bedürfnisse. Hier hast du die Wahl zwischen einer weichen und einer festeren Liegeseite.
Die Liegehärte ist eine sehr persönliche Entscheidung. Manche liegen gern weicher, andere lieber fester. Die BODYGUARD® Matratzen sind mit zwei Liegehärten ausgestattet, die durch Wenden der Matratze gewechselt werden können. Egal, in welcher Liegeposition du am liebsten schläfst, die BODYGUARD® Anti-Kartell-Matratze ist für unterschiedliche Körpertypen in verschiedenen Schlafpositionen geeignet. Sie ist somit ein Allround-Talent mit der Option, den Liegekomfort an die eigenen Schlafbedürfnisse anzupassen.